Heute war ich auf der 1st European Identity Conference 2007 in München – Nicht so sehr wegen meiner eigentlichen Arbeitsgebiete CSCW und Enterprise 2.0 / Social Software, sondern eher weil ich vor einiger Zeit auch im Bereich Identity Management gearbeitet habe.

Und wie erwartet war der Hauptfokus der Konferenz auch auf dem unternehmenszentrierten Identitätsmanagement, d.h. der (zentralen) Zugangsverwaltung in Unternehmen. Dick Hardt bezeichnete das in seiner Keynote als „Identity 1.0“. Dem gegenüber steht seiner Meinung nach mit „Identity 2.0“ die benutzerzentrierte Verwaltung von Identitätsinformation – föderiert und dezentral. Da stimme ich ja zu – nur neu ist das nicht. Das benutzerzentrierte Identitätsmanagement gab es schon immer parallel zum unternehmenszentrierten – wichtig für E-Commerce und Web 2.0 / Social Software. Nur richtig abgehoben hat das ganze noch nicht. Vielleicht klappt es ja jetzt mit dem neuen Schub bei OpenId?

Und bei Enterprise 2.0 Anwendungen kann man sich wie die Vergangenheit gezeigt hat ja auf das unternehmenszentrierte Identitätsmanagement abstützen!

Ein Panel ist noch besonders herauszuheben. Unter dem Titel „Portable Identity“ diskutierten Peter Helfenstein (Collanos Software), Paolo Dimas (TimeBI), Dietmar Büto (Viadeo) und Rainer Stecken (Globolog) über „You can’t take it with you: Portable Identity and Social Networks“. Der Moderator Tim Cole motivierte das Thema auch sehr schön mit einer Erkenntnis aus dem letzten DLD-Event in München: Wenn man mit dem Studium fertig ist, dann will man eigentlich von StudiVz zu Xing umziehen – nur das geht heute noch nicht. Eigentlich ein sehr spannendes Thema – Allerdings trugen die Teilnehmer im Panel nicht sehr viel dazu bei – Es dominierte die Ansicht, dass die Daten auf der Plattform nicht unbedingt dem Benutzer frei verfügbar gemacht werden müssen/sollten – Es war keine Problemeinsicht vorhanden. Das Publikum war da um einiges kritischer und fordernder in seinen Fragen und Kommentaren. Tim Cole schloss deshalb auch mit der Erkenntnis, dass es vielleicht noch zu früh für so ein Panel gewesen sein – und dass man sich in einem Jahr wieder treffen sollte.

European Identity Conference 2007 – Portable Identity
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