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Universität der Bundeswehr München
Geschrieben von: Michael Koch
11. September 2008

CFP KM2009 – Workshop: Corporate Web 2.0 – Wissensnetzwerke und Soziale Software in Unternehmen

Call for Papers
Workshop “Corporate Web 2.0: Wissensnetzwerke und Soziale Software in Unternehmen”
im Rahmen der WM2009 in Solothurn

http://www.know-center.tugraz.at/veranstaltungen/workshops/corporate_web_2_0

Deadline für die Einreichung der Beiträge ist der 31. Oktober 2008!

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KM2009
5. Konferenz Professionelles Wissensmanagement
– Erfahrungen und Visionen –

Solothurn, Schweiz
25.-27. März 2009
http://www.km-conference2009.org
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Das Know-Center organisiert in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government der Universität Potsdam im Rahmen der 5. Konferenz “Professionelles Wissensmanagement. Erfahrungen und Visionen” einen Workshop zum Thema

“Corporate Web 2.0: Wissensnetzwerke und Soziale Software in Unternehmen”

Die mit “Web 2.0” betitelte Evolution des Webs schafft neue Möglichkeiten für den Austausch von Wissen. Moderne Web-2.0-Anwendungen (“Soziale Software”) wie Wikipedia, Youtube oder Facebook zeigen, wie Wissen am Web freiwillig und selbstorganisiert geteilt wird. Gelingt es, die Effekte aus dem Web 2.0 in Unternehmen zu überführen, so könnte dort eine völlig neue Form des Wissensmanagements entstehen. Allerdings stehen im Web 2.0 die Bottom-Up-Aktivitäten der Nutzer im Vordergrund; Fremdorganisation und Top-Down-Governance- Strukturen gibt es dort nicht. Und genau da liegt die Schwierigkeit für Unternehmen: Selbstorganisation und Bottom-Up-Ansätze, die Kernprinzipien des Web 2.0, müssen so weit wie möglich in die Unternehmensabläufe integriert werden, ohne dabei bestehende Governance-Strukturen zu sehr zu unterlaufen. Erste umfassende Publikationen wie etwa “Web 2.0 in der Unternehmenspraxis” oder “Enterprise 2.0” untersuchen die Wirkung von Web-2.0-Anwendungen und -Technolog!
ien auf die Unternehmen.

Die durch Techniken des Web 2.0 geförderte Zusammenarbeit und informelle Kommunikation von Wissen sind kritische Faktoren für den Erfolg von Unternehmen. Diese lassen sich in Form von Wissensnetzwerken visualisieren und mittels Netzwerkanalyse untersuchen und evaluieren. Wissensnetzwerke sind Gemeinschaften in Organisationen, in denen der Wissensaustausch gezielt gefördert wird und in denen an Lösungsfindungen für unternehmerische Probleme gearbeitet werden kann. Ihre Kennzeichen sind eine hohe Dynamik, räumlich/zeitlich verteiltes und abteilungsübergreifendes Arbeiten, sowie offenes, themenzentriertes Denken und Arbeiten. Wissensnetze definieren sich durch gemeinsame Werte oder Ziele, die von allen Beteiligten geteilt und verfolgt werden. Sie dienen daher nicht einem wertfreien Informationsaustausch, sondern stärken die Fähigkeit zu Forschung, Entwicklung und Kommunikation der Beteiligten auf der Grundlage, dass die Gesamtheit mehr ist als die Summe der Einzelnen.

Der Workshop richtet sich an Teilnehmer aus der Wissenschaft sowie aus der Unternehmenspraxis.

Ziele des Workshops:

Die Behandlung des Themas Web 2.0 und Wissensnetzwerke in Unternehmen erfordert die Berücksichtigung von kulturellen Aspekten (z.B. Änderung der Unternehmenskultur), von organisationalen Aspekten (z.B. Anpassen von Unternehmensabläufen) und von technologischen Aspekten (z.B. Integration von Sozialer Software in die IT-Infrastruktur eines Unternehmens). Die Analyse der entstehenden bzw. in Sozialer Software abgebildeten Wissensnetzwerke deckt dabei bisher nicht sichtbare Zusammenhänge auf. Vor diesem Hintergrund ist es Ziel, einen bewusst multidisziplinären Workshop aufzustellen, welcher Vertreter aus Soziologie und Psychologie, Betriebswirtschaftslehre und Informatik das Thema aus ihrer jeweiligen Fachperspektive diskutieren lässt.

Zentrale Fragestellung sind daher…

Informatik:

– Welche Web-2.0-Anwendungen können für Wissensmanagement eingesetzt werden?
– Wie lassen sich Web-2.0-Anwendungen in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren, ohne dass isolierte Wissenssilos entstehen?

BWL:

– Welches sind Erfolgsmodelle um das Spannungsfeld zwischen Selbstorganisation und Fremdorganisation zu überbrücken?
– Wie kann eine Systematik für den Einsatz von Web-2.0-Anwendungen für das Wissensmanagement in Unternehmen ausgestaltet sein?
– Welche Ansätze zur gezielten Förderung von Wissensnetzwerken existieren?
– Wie können Wissensaustauschprozesse und -netzwerke bewertet werden?

Psychologie:

– Welche Motivation haben Mitarbeiter eines Unternehmens, Web-2.0-Anwendungen zu nutzen?
– Welche Barrieren aus individueller Sicht sind beim Einsatz von Web 2.0 in Unternehmen zu überwinden?

Soziologie:

– Welche Wissensnetzwerke entstehen durch Web 2.0 im Unternehmen?
– Wie können Communities of Practice und deren Bildung durch Soziale Software unterstützt werden?
– Was verraten uns empirische Untersuchungen zu Wissensprozessen, -netzwerken und dem Einsatz Sozialer Software?

Themen des Workshops

Dieser Workshop soll als ganztägige Veranstaltung eine Diskussion aus einer wissenschaftlichen sowie einer praxisnahen Perspektive beleuchten. Speziell von Interesse sind Beiträge zu den folgenden Themen:

– Methoden, Modelle und Technologien für Wissensmanagement auf Basis von Web 2.0
– Web-2.0-basierte Instrumente für Wissenstransfer und Wissensteilung
– Prozeduren und Praktiken für effektives Wissensmanagement auf Basis von Web 2.0
– Gestaltungsansätze für (verteiltes) Wissensmanagement auf Basis von Web 2.0
– Web-2.0-Anwendungen im geschäftsprozessorientierten Wissensmanagement
– Web-2.0-Anwendungen und ihr Nutzen für die individuelle und kollaborative Wissensarbeit
– Kulturelle, soziale und technische Aspekte des Web 2.0
– Nutzenanalyse von Web-2.0-basierten Informationssystemen
– Netzwerkanalyse auf Basis elektronischer Spuren in Web-2.0-Anwendungen
– Empirische Studien mit explorativem, deskriptivem oder erklärendem Charakter

Wir laden Sie herzlich zu einer Diskussion der Erfahrungen und Visionen zu diesem Thema ein!

Organisationskomitee

– Univ.-Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Technische Universität Graz, Austria
– Univ.-Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau, Universität Potsdam, Deutschland
– Mag. Alexander Stocker, Know-Center, Austria
– Dipl.-Inf. Benedikt Meuthrath, Universität Potsdam, Deutschland
– Dipl.-Ing. Patrick Höfler, Know-Center, Austria

Programmkomitee

– Univ.-Prof. Dr. Andrea Back, Universität St. Gallen, Schweiz
– Dr. Steffen Blaschke, Universität Bamberg, Deutschland
– Univ.-Prof. Dr. Jorge Marx Gómez, Universität Oldenburg, Deutschland
– Univ.- Prof. Dr. Joachim P. Hasebrook, Wissenschaftliche Hochschule Lahr, Deutschland
– Dr. Bettina Hoser, Universität Karlsruhe, Deutschland
– Dr. Ralf Klamma, RWTH Aachen Universität, Deutschland
– Univ.-Prof. Dr. Michael Koch, Universität der Bundeswehr, Deutschland
– Mag. Dr. Anna Maria Köck, Technische Universität Graz, Austria
– Dr. Mathias Lux, Universität Klagenfurt, Austria
– Univ.- Prof. Dr. Ronald Maier, Universität Innsbruck, Austria
– Dr. Claudia Müller, Universität Stuttgart, Deutschland
– Univ.-Prof. Dr. Volker Nissen, Technische Universität Ilmenau, Deutschland
– Prof. Dr.-Ing. Klaus North, Fachhochschule Wiesbaden, Deutschland
– Mag. Martina Rathbauer, Austria Presse Agentur, Austria
– Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolf Rauch, Karl-Franzens-Universität Graz, Austria
– Univ.-Prof. Dr. Hanna Risku, Donau Universität Krems, Austria
– Univ.-Prof. Dr. Arno Scharl, Modul Universität Wien, Austria
– Dr. Jan Schmidt (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Deutschland
– Prof. Dr. Andreas Seufert, Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein, Deutschland
– Dipl.-Kffr. Gabriele Steg, edicos, Deutschland
– Dr. Klaus Stein, Universität Bamberg, Deutschland
– Dr. Reinhard Willfort, Innovation Service Network GmbH, Austria
– Mag. Anita Wutte, Technische Universität Graz, Austria

Termine und Einreichung

31.10.2008: Einreichung der Beiträge
15.12.2008: Benachrichtigung der Autoren
16.01.2009: Abgabe der FINAL-Beiträge
25.-27.03.2009: Ausrichtung des Workshops auf der WM2009

Akzeptiert werden Beiträge von maximal 10 Seiten Umfang (inklusive Literaturverzeichnis). Bitte beachten Sie bei der Erstellung Ihres Konferenzbeitrages die entsprechende Formatvorlage (auch zu finden unter http://www.gi-ev.de/service/publikationen/lni/). Die URL, unter der Sie Ihren Beitrag einreichen können, wird in Kürze auf http://www.wm-konferenz2009.org/workshops.php verfügbar sein.

Alle eingereichten Beiträge werden durch das Programmkomittee sorgfältig begutachtet. Akzeptierte Beiträge werden im Tagungsband der Konferenz veröffentlicht. Von mindestens einem Autor eines jeden Beitrages wird die Bereitschaft erwartet, sich zur Tagung anzumelden und den Beitrag im Workshop zu präsentieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Veranstalter.

Kontakt:

Mag. Alexander Stocker
Know-Center
Univ.-Prof. Dr. Klaus Tochtermann
TU Graz
Inffeldgasse 21a/II; 8010 Graz, Österreich Tel. +43 (0) 316 873-9251, Fax -9254 http://know-center.tugraz.at
E-Mail: astocker[at]know-center.at

oder

Dipl.-Inf. Benedikt Meuthrath
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gronau Universität Potsdam August-Bebel-Str. 89; 14482 Potsdam, Deutschland Tel. +49 (0) 331 977-3413, Fax -4612 http://wi.uni-potsdam.de
E-Mail: bmeuthrath[at]wi.uni-potsdam.de

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