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Universität der Bundeswehr München

Enterprise 2.0 Workshop – Mensch und Computer 2010

Soziotechnische Integration? Bottom Up? Simplicity?

Was sind die Erfolgstreiber von Enterprise 2.0?

Workshop auf der Tagung Mensch und Computer 2010 in Duisburg-Essen.

Motivation des Workshops

Enterprise 2.0 steht für das große Potenzial von Web-2.0-Technologien bzw. Social Software, wie Wikis und Weblogs, zur Unterstützung der unternehmensinternen und -übergreifenden Zusammenarbeit.

Auf der Mensch und Computer 2009 in Berlin haben wir in einem multidisziplinären Workshop zusammen mit 19 Vertretern aus der Wissenschaft sowie aus der Unternehmenspraxis das Thema Enterprise 2.0 auf der aus der jeweiligen Fachperspektive diskutiert. Dabei wurden aus Sicht der Soziologie und Psychologie, Betriebswirtschaftslehre und Informatik eine Vielzahl verschiedener kultureller, organisationaler sowie technologischer Aspekte beleuchtet. Schließlich gelang es der Gruppe aufbauend auf sechs Metathemata eine Forschungsagenda zu entwerfen, die auf die Identifikation zukünftig relevanter Forschungsfelder im Bereich Enterprise 2.0 abzielt. Diese Agenda haben wir vor kurzem auf der Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2010 vorgestellt.

Forschungsagenda Enterprise 2.0 (vgl. Richter, A.; Bullinger, A.C.: Enterprise 2.0 – Gegenwart und Zukunft. Vorschlag einer Forschungsagenda. Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2010)

In einem weiteren Enterprise 2.0-Workshop auf der Mensch und Computer 2010 möchten wir auf den sechs identifizierten Metathemata aufbauen. Diesmal wollen wir die Frage in den Raum stellen, welche Erfolgstreiber von Enterprise 2.0 sich in den sechs Bereichen „Zielsetzung & Definition“, „Enterprise 2.0 in der Organisation“, „Funktionalitäten“, „Motivation“, „Nutzung“ und „Daten“ Identifizieren lassen.

Unsere Frage ist also: Was steckt hinter Enterprise 2.0? Welche Faktoren führen zum Erfolg von Enterprise 2.0?

Zentrale Fragestellungen des Workshops

Aus Sicht der Wirtschaftsinformatik:

  • Wie passen Social Software und bestehende IT-Infrastrukturen zusammen?
  • Welches sind Erfolgsmodelle um das Spannungsfeld zwischen Selbstorganisation und Fremdorganisation zu überbrücken?
  • Was sind Erfolgsfaktoren und Nutzenkategorien bei der Einführung von Enterprise 2.0?

Aus Sicht der Psychologie und der Soziologie:

  • Welche Motivation haben Mitarbeiter eines Unternehmens, Social Software zu nutzen und welche Barrieren aus individueller Sicht sind beim Einsatz von Social Software in Unternehmen zu überwinden?
  • Welche Auswirkung hat die Einbeziehung von Personen, die sich außerhalb von Communities of Practice befinden (weak ties) auf die Arbeitsprozesse?
  • Wie lassen sich kreativitätsförderliche (Lern-)Kulturen und „Flow-Erlebnisse“ (Spaß machende Erlebnisse beim Wissensaustausch) integrieren und somit evt. neue Erkenntnisse zu Web 2.0 in Unternehmen erhalten?

Themen des Workshops

Der Workshop soll (wie beim letzten Mal) als ganztägige Veranstaltung eine Diskussion aus einer wissenschaftlichen sowie einer praxisnahen Perspektive beleuchten.

Speziell von Interesse sind Beiträge zu den folgenden Themen:

  • Methoden, Modelle und Technologien für Wissens- und Innovationsmanagement mit Social Software
  • Prozeduren und Praktiken für effektives Wissensmanagement mit Social Software
  • Web-2.0-Anwendungen und ihr Nutzen für die individuelle und kollaborative Wissensarbeit
  • Kulturelle, soziale und technische Aspekte des Web 2.0
  • Kosten/Nutzenanalysen zum Einsatz von Social Software in Unternehmen
  • Empirische Studien mit explorativem, deskriptivem oder erklärendem Charakter

Neben kurzen Präsentationen von Ergebnissen/Erkenntnissen zu obigen Themen durch die aktiven Teilnehmer wollen wir im Workshop hauptsächlich interaktiv am Zusammenbringen der isolierten Erkenntnisse und Erfahrungen aus den unterschiedlichen Disziplinen arbeiten.

Hinweise zum Ablauf des Workshops

Der Workshop findet ganztägig, am 14.9.2010 statt.

Der Ablauf des Workshops ist folgendermaßen geplant:

Session 1 (9-10.30 Uhr): Jeder der aktiven Teilnehmer (ein Autor pro Beitrag) stellt sich und den Beitrag ca 10 Minuten vor. Ziel ist es den Anwesenden den Hintergrund und die Sichtweise auf Enterprise 2.0 zu vermitteln. Es geht nicht so sehr darum einzelne Punkte des Beitrages zu illustrieren, sondern vielmehr darum bisherige Erfahrungen (auch als Basis für Session 2) aufzuzeigen.

Pause

Session 2 (11.00-12.30 Uhr): Brainstorming und Diskussion mit dem Ziel einer Bestandsaufnahme der vielfältigen Herausforderungen bzgl. des Einsatzes von Social Software im Unternehmen.

Mittagspaue

Session 3 (14.00-15.30 Uhr): Aufteilung in mehrere Gruppen, die ausgewählte Herausforderungen (aus Session 2) vertiefen und gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten.

Pause

Session 4 (16.00-18.30 Uhr): Vorstellung der Ergebnisse aus Session 3 pro Gruppe.

Anschliessend (optional) gemeinsames Abendessen. (Update folgt)

Workshopbeiträge

Termine

3.7.2010: Einreichung von Workshop-Beiträgen (verlängert)
5.07.2010: Benachrichtigung der Autoren über Annahme/Ablehnung
12.07.2010: Abgabe der Endfassung durch die Autoren & Registrierung von mind. einem Autor pro Beitrag
14.9.2010: Workshop

Ort: TBD

Einreichungen bitte per Mail an a.richter-at-unibw.de

Einreichungen sollen einen Umfang von 4 bis maximal 5 Seiten (inkl. Literatur, nach nachfolgend angegebener Formatvorlage) aufweisen und konkrete Erfahrungen, Ergebnisse zu einem der oben angegebenen Themen besprechen (und damit einen Beitrag für die Diskussion im Workshop liefern).

Workshop-Band / Format

Die für den Workshop akzeptierten Beiträge werden in einem gemeinsamen Workshop-Band der Tagung Mensch & Computer im Logos-Verlag veröffentlicht.

Um ein einheitliches Erscheinungsbild innerhalb des Bandes zu gewährleisten (und zugleich den Transfer von bei der Haupttagung abgelehnten Beiträgen zu einem thematisch passenden Workshop zu erleichtern) ist das LNI-Format für die Workshop-Beiträge vorzusehen (http://www.gi-ev.de/service/publikationen/lni/).

Registrierung

Die Teilnehmer an Workshops sowie jeweils mindestens ein Autor der im Workshop-Band zu veröffentlichenden Beiträge müssen sich für die Haupttagung registrieren.

Organisation

Alexander Richter, Forschungsgruppe Kooperationssysteme, Universität der Bundeswehr München

Angelika C. Bullinger, Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik 1, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Michael Koch, Forschungsgruppe Kooperationssysteme, Universität der Bundeswehr München

Alexander Stocker, Institut für Informationssysteme, Joanneum Research Graz