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Universität der Bundeswehr München

Workshop “Lachen kennt kein Alter” auf der Mensch und Computer 2013

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Call for Participation: “Lachen kennt kein Alter – Humor und Spaß in AAL-Entwicklungen
3. AAL-Workshop auf der Tagung Mensch und Computer 2013 in Bremen
Dienstag, den 10. September 2013

Zusammenfassung

Der Workshop bringt Akteure im interdisziplinären Themenfeld Ambient Assisted Living (AAL) aus Wissenschaft und Praxis zusammen und findet als eintägige Veranstaltung am 10. September 2013 an der Universität Bremen statt.

Anmeldung

Der Workshop steht interessierten Konferenzteilnehmern offen. Aus logistischen Gründen ist eine Anmeldung per E-Mail an die Organisatoren unter aal-workshop@kooperationssysteme.de wünschenswert.

Hintergrund und Themenfeld

Die Akzeptanz neuer Technologien ist in nicht unerheblichem Maß mit Emotionen und persönlichen Motiven verbunden. Auch im Umfeld des Ambient Assisted Living (AAL), das sich mit Unterstützungstechnologien für ältere Menschen befasst, ist diese Perspektive von Bedeutung für das Erleben und die Motivierung der Nutzer. Mit einer Ausrichtung auf eine wachsende Nutzergruppe älterer Menschen, bei welcher die Technologieakzeptanz häufig noch gering ist, spielen der Joy of Use (der Spaß bei der Nutzung eines Systems) sowie der humorvolle Umgang mit Technologie eine umso bedeutendere Rolle.

Die Humorforschung als Bereich der Psychologie und Gerontologie weist darauf hin, dass Humor eine wesentliche Komponente für erfolgreiches Altern darstellt, weshalb dieses Thema in der AAL-Forschung von erheblicher Bedeutung ist. Humor und Lachen haben sowohl konkrete gesundheitliche Effekte, helfen aber auch schwierige Kommunikationssituationen zu meistern oder dem Alltag Leichtigkeit zu verschaffen. Lachen kann beispielsweise positive physische und psychische Auswirkungen hervorrufen, wie z. B. die Herz-Kreislauf-Aktivierung, die Reduzierung von chronischen Schmerzen und Isolation – typische Problemstellungen der AAL-Forschung.

Der AAL-Workshop auf der Mensch & Computer 2013 wird von Akteuren begleitet, die in jeweils unterschiedlichen Projekten an dem Ziel arbeiten, wettbewerbsfähige, einfach zu bedienende Produkte mit ansprechendem Design für die Zielgruppe älterer Menschen zu gestalten: Interaktive (generationsübergreifende) Anwendungen für Morgen.

Zu den Projekten zählen…

… das Projekt FoSIBLE. Das Projekt FoSIBLE erforscht und entwickelt neuartige Unterstützungsansätze zur sozialen Interaktion Älterer im Kontext eigener Wohnräume. Hierzu werden sowohl Medienanwendungen und Geräte aus dem Umfeld von Fernsehen und interaktiven Spielen verbunden, als auch neuartige Ansätze aus dem Bereich der Heimsensorik (SmartHome), Gestenerkennung und intelligenter Möbel (SmartFurniture) erforscht und integriert.

…das Projekt SI-Screen / elisa. Das Projekt SI-Screen (Social Interaction Screen) / elisa (elderly interaction & service assistent) hat das Ziel die soziale Interaktion älterer Menschen mit ihrer Familie, Freunden und Bekannten aus der näheren Umgebung zu erleichtern und sie beim Erhalt bestehender und Entwicklung neuer Kontakte und Freundschaften zu unterstützen. Darüber hinaus sollen ältere Menschen die Möglichkeit erhalten lokale und regionale Angebote, wie Events,  Sport- und Gesundheitsangebote zu finden und daran teilzunehmen.

…das Projekt FamilyVision. Die Vision von FamilyVision ist es, die Selbstständigkeit und Lebensfreude im Alter möglichst lange zu erhalten und zu verbessern und auf diese Weise die Lebensqualität aller Familienmitglieder zu steigern. Mit dieser Zielsetzung werden gemeinsam mit Spezialisten aus den Forschungsbereichen Medizin und Informatik ein ganzheitliches Demenzpräventions- und interventionskonzept entwickelt, das unterschiedliche Risikofaktoren einer dementiellen Erkrankung anspricht (Quelle: familyvision.de).

Ziele und Thematik

Der Workshop baut auf den AAL-Workshops auf der M&C 2011 und 2012 auf, wobei mit der Thematik Spaß & Humor in diesem Jahr ein außergewöhnlicher Schwerpunkt gesetzt werden soll. Die Ziele bestehen darin, ein Bewusstsein für Humor, Lachen und Spaß im AAL-Bereich und eine Vorstellung unkonventioneller, humorvoller AAL-Entwicklungen zu schaffen und so die Mensch-Computer-Interaktion für Senioren aufzuwerten. Vor diesem Hintergrund sollen bestehende AAL-Lösungen und Konzepte in diesem Kontext interdisziplinär diskutiert und in einem interaktiven Austausch kreative Erweiterungen für diese Lösungen entwickelt werden, um AAL-Technologien näher an die Lebenswelt von älteren Menschen heranzubringen. Zentrale Fragestellungen umfassen unter anderem:

  • Welche humorvollen Konzepte der MCI lassen sich auf den AAL-Kontext übertragen?
  • Wie können humorvolle Anwendungen den Zugang zu neuen Technologien erleichtern?
  • Wie lässt sich das Umfeld älterer Menschen von humorvollen AAL-Lösungen überzeugen?
  • Welche Erfahrungen gibt es im Einsatz humorvoller, spaßbasierter AAL-Lösungen?
  • Wie kann soziale Awareness im Wohnraum durch humorvolle Visualisierung umgesetzt werden?
  • Wie können soziale Aktivitäten durch innovative, humorvolle Lösungen angestoßen werden?
  • Wie können UX und Joy of Use für einen spaßbasierten Umgang gezielt gelenkt werden?
  • Welche Bedeutung haben Spaß und Humor für den Erfolg einer Technologie?

Beiträge

Der Workshop richtet sich sowohl an Akteure aus der anwendungsorientierten Forschung als auch an Entscheidungsträger aus der Praxis und soll als ganztägige Veranstaltung eine Diskussion über humorvolle und spaßbasierte Themen im AAL-Kontext anregen.

Neben Kurzpräsentationen in Form von Impulsvorträgen (ca. 15 Minuten Vortrag und Fragen) zu den vorher eingereichten schriftlichen Beiträgen werden wir ausreichend Zeit für (Gruppen-)Diskussionen berücksichtigen.

Insgesamt konnten wir acht spannende Beiträge gewinnen:

  • Burkhard, M., Nutsi, A. & Koch, M. (2013). Einsatz von Spaß und Humor zur Förderung sozialer Aktivität.
  • Feierabend, F., Ghassemlou, M., Brandis, B. & Michaelis, H. (2013). Pleno – Ein soziales Netzwerk für die ältere Generation
  • Hierhammer, C. & Herrmanny, K. (2013). Gamification für ältere Menschen – Potenziale und Herausforderungen.
  • Kötteritzsch, A., Schmitz, C. & Lemân, F. (2013). Spaß vergisst man nicht: Motivierung zur Demenzintervention.
  • Ksoll, M., Prilla, M., Herrmann, T., Rashid, A., Zentek, T. & Strehler, M. (2013). Virtual Living – AAL-Lösungen spielend im Alltag verstehen
  • Lewerenz, M., Herberg, M. P., Amberg, R. & John, M. (2013). Spielerisch Fahrleistung erfassen – Der Silvergame Fahrsimulator
  • Müller, C., Neufeldt, C., Jakobi, T. & Wulf, V. (2013). Ankerpunkte für das Participatory Design mit älteren Menschen.
  • Robier, J., Majcen, K., Prattes, T. & Stoisser M. (2013). Jung und Alt – Gemeinsam spielend lernen.

 

Wichtige Termine & Ablauf

03. Juni 2013
10. Juni 2013
Verlängerte Einreichungsfrist für Beiträge
24. Juni 2013 Benachrichtigung über Annahme
05. Juli 2013 Abgabe der Druckversion und Erklärung Autorenrechte
15. Juli 2013
22. Juli 2013
Anmeldung mit Frühbucherrabatt
10. Sept. 2013 1-tägiger Workshop auf der Mensch & Computer 2013

Organisation

Katja Herrmanny, Sandra Schering, Jonas Braier, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ziegler (Universität Duisburg-Essen)
Martin Burkhard, Andrea Nutsi, Dr. Alexander Richter, Prof. Dr. Michael Koch (Universität der Bundeswehr München)
Claudia Müller (Internationales Institut für Sozio-Informatik, Bonn (IISI))
Prof. Dr. Volker Wulf (Universität Siegen)
Anna Kötteritzsch (FamilyVision, gefördert durch das Exist Gründerstipendium von BMWi und ESF)

Danksagung

Der Workshop findet im Zusammenhang mit den Forschungsprojekten FoSIBLE, SI-Screen und FamilyVision statt. FoSIBLE und SI-Screen werden mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, und Forschung (Förderkennzeichen FoSIBLE: 16SV3991, 16SV3993, SI-Screen: 16SV3982) und dem Europäische AAL Joint Programme (FoSIBLE: AAL-2009-2-135, SI-Screen: AAL-2009-2-088) gefördert. Das Projekt FamilyVision wird durch Zuwendungen des EXIST-Gründerstipendiums von BMWi und ESF gefördert.