Konzeption und Entwicklung einer integrativen Echtzeit-Kollaborationsumgebung für Innovationsprozesse von KMU und Kunden (KEEK)
Eine Kooperation zwischen der Forschungsgruppe Kooperationssysteme an der Universität der Bundeswehr München und der IntraWorlds GmbH, München (Oktober 2010 bis Januar 2012)
Motivation
Angetrieben durch Globalisierung, verkürzte Produktlebenszyklen sowie stark steigende Anforderungen an Mobilität und Flexibilität der Mitarbeiter, gewinnt die IT-gestützte Zusammenarbeit in Unternehmen immer weiter an Bedeutung. In den letzten Jahren erhalten in diesem Zusammenhang insbesondere Werkzeuge, wie Wikis, Blogs und Social Networks zunehmende Aufmerksamkeit. Wenngleich die Paradigmen, die diese neuen Werkzeuge mit sich bringen, vielfach als bedeutend bezeichnet werden, lassen die meisten Plattformen wichtige Eigenschaften für den effektiven Einsatz im Unternehmenskontext vermissen.
Vision und geplante Projektergebnisse
Ziel des Projektes ist die Konzeption und Entwicklung einer integrativen Echtzeit-Kollaborationsumgebung für Innovationsprozesse von KMU (und deren Kunden), die über bestehende Lösungen hinausgeht. Dabei wird die Kombination der folgenden Merkmale als wesentlich für die Kollaborationsumgebung erachtet:
- Personenzentrierte Architektur – Im Mittelpunkt der Plattform steht der Nutzer, der Inhalte empfängt, kollaborativ verarbeitet und distribuiert (Social Network)
- Unterstützung von asynchronen und synchronen (Echtzeit-)Arbeitsprozessen – in einer einheitlichen Umgebung, nutzungsoffen für alle Use Cases bisher existierender Werkzeuge wie (Micro)Blogs, Wikis, E-Mail, Chat
- Integration von zentralen Geschäftsprozessen – z.B. durch Feed-Aggregation von ERP- und CRM-Systemen oder Schnittstellen zu CAD-Programmen und Content Management-Systemen
Konkrete Projektergebnisse sollen ein funktionsfähiger Prototyp und ein sozio-technisches Nutzungskonzept auf Basis der Erhebung und Strukturierung von Kollaborationsszenarien sein.
Herangehensweise
Im Kontext von unternehmensinternen und -externen Innovationsprozessen im Mittelstand werden mögliche Anwendungsszenarien identifiziert und auf Optimierungspotenziale hin analysiert und Beschränkungen bestehender Lösungen beschrieben und bewertet. Anschließend wird das Einsatzszenario der Kollaborationsumgebung konzipiert, prototypisch realisiert und die Verbesserung bewertet.
Ansprechpartner
Dr. Alexander Richter (alexander.richter@unibw.de), Forschungsgruppe Kooperationssysteme an der Universität der Bundeswehr München, +49 89 6004 4406
Stephan Herrlich (stephan.herrlich@intraworlds.com), IntraWorlds GmbH, +49 89 2000 412 14


