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Universität der Bundeswehr München
Geschrieben von: Michael Koch
14. April 2015

Vortrag: Entwicklung und Evaluation eines Bedienkonzepts für Kollaborationssoftware zur gemeinsamen Bearbeitung von Artefakten in Innovationsworkshops

Am Donnerstag, den 30. April 2015, 10:30 stellt Frau Sabine Schön in Raum 41/0401 der Fakultät für Informatik der Universität der Bundeswehr München die vorläufigen Ergebnisse Ihrer Dissertation vor. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen!

Titel:

Entwicklung und Evaluation eines Bedienkonzepts für Kollaborationssoftware zur gemeinsamen Bearbeitung von Artefakten in Innovationsworkshops

Abstract:

In der Angewandten Informatik beschäftigt sich der Bereich der Rechnergestützten Gruppenarbeit (CSCW) seit zwei Dekaden mit der elektronischen Unterstützung von Sitzungen. Im Gegensatz zu etablierten Videokonferenz- und Präsentationslösungen konnten sich Unterstützungssysteme zur gemeinsamen Bearbeitung von Artefakten in synchroner und kolozierter Zusammenarbeit aber noch nicht in der Praxis durchsetzen. Basierend auf dieser Herausforderung widmet sich diese Forschungsarbeit der Fragestellung, wie ein Bedienkonzept für Kollaborationssoftware zur gemeinsamen Bearbeitung von Artefakten in und um Sitzungen aussehen muss, sodass bestehende Arbeitspraktiken unterstützt werden, keine Einsatzbarrieren auftreten und die Potentiale der IT-Unterstützung ausgenutzt werden? Als praxisorientiertes Anwendungsszenario dienen Innovationsworkshops, welche sich durch eine hohe Interaktivität auszeichnen und in denen zahlreiche physische Hilfsmittel zur Visualisierung von Beiträgen (Artefakte, wie z.B. beschriebene Post-its) verwendet werden.

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird ein konstruktionsorientiertes Forschungsvorgehen herangezogen. Zur Identifikation der Ausgangssituation, bestehend aus Einsatzbarrieren und -potentialen bestehender Unterstützungslösungen sowie Arbeitspraktiken in Innovationsworkshops, wird eine Interviewstudie mit Moderatoren von diesen durchgeführt. Basierend auf der Analyse der Ausgangssituation erfolgt die Ableitung von Anforderungen für die Bedienung von Unterstützungssystemen. Daraufhin folgt unter Verwendung einer bestehenden Kollaborationssoftware der Entwurf und die prototypische Entwicklung eines Bedienkonzepts. Abschließend bringt der Einsatz und die Evaluation des Prototypen Aufschluss darüber, ob die identifizierten Arbeitspraktiken unterstützt werden, Einsatzbarrieren auftreten und Potentiale ausgenutzt werden können.

Ergebnisse der Arbeit sind zum einen die Analyse der Ausgangssituation also bestehender Arbeitspraktiken in Innovationsworkshops sowie Einsatzbarrieren und Potentiale von Unterstützungssystemen im Rahmen dieser. Zum anderen wird eine Lösung in Form eines Bedienkonzepts vorgeschlagen sowie mit bestehenden Hardware und Software Komponenten entwickelt und evaluiert. Dies zeigt Möglichkeiten für die Adressierung der Arbeitspraktiken, Barrieren und Potentiale auf und liefert durch die Evaluation Erkenntnisse über deren Erfolg.

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