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Universität der Bundeswehr München
Geschrieben von: Michael Koch
17. November 2014

Grand Challenges der Informatik – Allgegenwärtige Mensch-Computer-Interaktion

GC-MCIDie Gesellschaft für Informatik hat auf ihrer Jahrestagung 2014 eine Sammlung von Grand Challenges der Informatik vorgestellt. Auf der Website wird der Begriff Grand Challgenge auch kurz definiert: „Eine Grand Challenge in / für die Informatik ist ein grundsätzliches (fundamentales) Problem, dessen Lösung (mit Informatik-Hilfsmitteln) einen deutlich spürbaren Fortschritt in ökonomischer, sozialer oder gesellschaftlicher Hinsicht für unser aller Leben bedeutet.“

Neben den natürlichen Kandidaten wie „Sichere Software“ und „Internet der Zukunft“ findet sich unter den fünf Grand Challenges auch „Allgegenwärtige Mensch-Computer-Interaktion“ – mit folgender Kurzbeschreibung:

In unserer immer mehr von digitalen Kommunikations- und Informationsangeboten bestimmten Welt entscheidet die wirkungsvolle Nutzung von Computern – die Interaktion zwischen Mensch und Computer – zunehmend über persönlichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe.

Anwender haben inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Interaktionsgeräte zur Verfügung, deren Nutzung ohne das Studium von Handbüchern möglich sein muss: private mobile Geräte, Tablets, interaktive Tische, öffentliche Interaktionswände und vieles mehr. Außerdem werden immer mehr Dienste über diese Geräte angesprochen. Ein wichtiger Aspekt bei den Diensten ist die Absehbarkeit der Folgen. Da Menschen bei der Interaktion mit Computern vielfach Aktionen wie den Abschluss eines Kaufvertrages oder die Übermittlung persönlicher Daten auslösen, sollten sie bereits vor der Interaktion die Konsequenzen ihres Handelns abschätzen können.

Die Informatik kann in Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen Mensch-Computer-Interaktion gestalten, die es künftig allen Menschen ermöglichen, die allgegenwärtigen Kommunikations- und Informationsangebote mühelos und selbstbestimmt zu nutzen.

Hier sind wir mit unserem Projekt CommunityMirrors natürlich gut aufgestellt einen Beitrag zu leisten! Im Rahmen der Entwicklung von Fenstern in Informationssysteme für den halb-öffentlichen Raum beschäftigen wir uns neben Fragen der (beyond)Multi-Touch-, Multi-User- und Multi-Device-Interaktion insbesondere immer wieder damit, wie diese Interaktion möglichst intuitiv gestaltet werden kann – um allen Menschen zu ermöglichen die Informationsangebote mühelos und selbstbestimmt zu nutzen.

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