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Universität der Bundeswehr München
Geschrieben von: Martin Burkhard
9. June 2011

Bericht vom “Creative Concept Finding Workshop” des EU Projekts SI-Screen / ELISA in Valencia

Vom 28.04. bis 01.05.2011 fand in Valencia der Creative Concept Finding Workshop zu unserem EU Projekt SI-Screen / ELISA statt, unter Beteiligung von neun der zehn Partner aus Deutschland, Spanien, Österreich und Italien.

Als Teil des Ambient Assisted Living Joint Programme der EU hat das Forschungsprojekt SI-Screen / ELISA (Elderly Interaction & Service Assistent) das Ziel die soziale Interaktion älterer Menschen mit ihrer Familie, Freunden und Bekannten aus der näheren Umgebung zu erleichtern und sie beim Erhalt bestehender und Entwicklung neuer Kontakte und Freundschaften zu unterstützen. Darüber hinaus sollen ältere Menschen die Möglichkeit erhalten lokale und regionale Angebote, wie Events,  Sport- und Gesundheitsangebote zu finden und daran teilzunehmen.

Vor diesem Hintergrund wollen wir mit dem SI-Screen / ELISA ein technisch innovatives Produkt schaffen, welches die soziale Interaktion und Kommunikation auf Basis von Social Networking Services ermöglicht. Ziel ist dabei nicht, bestehende Arbeit aus anderen Projekten zu replizieren, sondern deren gewonnenen Erkenntnisse aufzugreifen und mit dieser Wissensbasis ein neuartiges technisches Gerät zu entwickeln. Ein Gerät mit grundlegend neuen Ansätzen im Bedienkonzept und der Benutzerschnittstelle, welches älteren Menschen den Zugang zu sozialen Netzwerken gewährt und Informationen über die Profile, Aktionen und das Auffinden von Verwandten und alten Bekannten bereitstellt (siehe Awareness; Koch, 2009).

Im Mittelpunkt des Creative Concept Finding Workshops standen die Vorstellung der Zwischenergebnisse der Teilprojekte sowie die Konzeptionierung des SI-Screens / ELISA Produktes. Die wichtigsten Zwischenergebnisse waren dabei die Ergebnisse aus der Zielgruppenbefragung unter älteren Menschen (60+) in Deutschland und Spanien. Als größte Probleme der Älteren wurden hierbei die eingeschränkte Mobilität, Gesundheitsprobleme und das Gefühl des Alleinseins angeführt. Im weiteren Verlauf des –Workshops wurde debattiert was notwendig sei, um den tatsächlichen Bedürfnissen älterer Menschen und ihrer Probleme zu begegnen.

Die Vorgehensweise der Konzeptrunden folgte nach Regeln der Holistischen Innovation (Moritz, E. 2009), indem in Gruppenarbeit systematisch die Erwartung an die erwünschte Zukunft für ältere Menschen erarbeitet wurde. Eine Zukunft, für die im weiteren Verlauf des Projektes das SI-Screen / ELISA Produkt entwickelt werden wird. Mit Abschluss des Workshops wurde eine Einigung auf drei Kernfunktionen erzielt. Der (direkten und indirekten) Kommunikation (communication), dem Awareness Support bzw. Serendipität (be inspired) und der Informationsbereitstellung (information).

Zu den nächsten Schritten für das SI Screen / ELISA Projekt zählen die Aufarbeitung der Workshop-Ergebnisse. Darunter fällt vorwiegend die Ausgestaltung der finalen Entwürfe zur Funktionalität, der Hardware-Szenarien, des User Interfaces Designs, sowie der Umsetzung des Social Software Integration Layers (SI Layer). Der SI Layer stellt hierbei eine Social Middleware dar, welche die Anbindung an bestehende Social Software Services ermöglicht und von der zu entwickelnden softwaretechnischen Infrastruktur abstrahiert. Dieser Bereich liegt im Verantwortungsbereich der Forschungsgruppe Kooperationssysteme.

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